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MedCalc

Metaanalyse: Risikodifferenz

Einen kurzen Überblick über die Metaanalyse in MedCalc finden Sie unter Metaanalyse: Einleitung.

MedCalc verwendet die Mantel-Haenszel-Methode (nach Mantel & Haenszel, 1959) zur Berechnung der gewichteten gepoolten Risikodifferenz nach dem Modell mit festen Effekten. Anschließend wird die Heterogenitätsstatistik einbezogen, um die zusammenfassende Risikodifferenz nach dem Modell mit zufälligen Effekten zu berechnen (DerSimonian & Laird, 1986).

Eingabe von Daten

Die Daten der verschiedenen Studien können wie folgt in das Tabellenblatt eingegeben werden:

Daten
A1
Study 1
 ABCDEF
StudyTreated_positiveTreated_TotalControls_positiveControls_total
1Study 19510347104
2Study 211912734129
3Study 3512231276
4Study 412213961142
5Study 547531051
6Study 61211352968
7Study 7337378170376

Erforderliche Eingabe

Das Dialogfeld für „Metaanalyse: Risikodifferenz“ kann anschließend ausgefüllt werden.

Metaanalyse: Risikodifferenz – Dialogfeld

Studien: eine Variable, die eine Kennung der verschiedenen Studien enthält.

Interventionsgruppen

  • Gesamtzahl der Fälle: eine Variable, die die Gesamtzahl der Fälle in den Interventionsgruppen der verschiedenen Studien enthält
  • Zahl mit positivem Ergebnis: eine Variable, die die Anzahl der Fälle mit positivem Ergebnis in den Interventionsgruppen der verschiedenen Studien enthält

Kontrollgruppen

  • Gesamtzahl der Fälle: eine Variable, die die Gesamtzahl der Fälle in den Kontrollgruppen der verschiedenen Studien enthält
  • Zahl mit positivem Ergebnis: eine Variable, die die Anzahl der Fälle mit positivem Ergebnis in den Kontrollgruppen der verschiedenen Studien enthält

Filter: ein Filter, um nur eine ausgewählte Untergruppe von Fällen in das Diagramm einzubeziehen.

Optionen

  • Walddiagramm (Forest-Plot): Erstellt ein Walddiagramm (Forest-Plot).
    • Markierungsgröße relativ zu Studiengewichtung: Option, die Größe der Markierungen, die die Effekte der Studien darstellen, entsprechend den den verschiedenen Studien zugewiesenen Gewichten variieren zu lassen. Sie können die Gewichte des Modells mit festen Effekten oder die Gewichte des Modells mit zufälligen Effekten wählen.
    • Gepoolten Effekt zeichnen – Modell mit festen Effekten: Option, den gepoolten Effekt nach dem Modell mit festen Effekten in das Walddiagramm einzubeziehen.
    • Gepoolten Effekt zeichnen – Modell mit zufälligen Effekten: Option, den gepoolten Effekt nach dem Modell mit zufälligen Effekten in das Walddiagramm einzubeziehen.
    • Diamanten für gepoolte Auswirkungen: Option, die gepoolten Effekte mithilfe eines Diamanten darzustellen (die Position des Diamanten stellt die geschätzte Effektstärke dar, und die Breite des Diamanten spiegelt die Präzision der Schätzung wider).
  • Trichterdiagramm: Erstellt ein Trichterdiagramm, um auf das Vorliegen eines Publikationsbias zu prüfen. Siehe Metaanalyse: Einleitung.

Ergebnisse

Metaanalyse: Risikodifferenz

Variable für Studien

Study

1. Interventionsgruppen

   Variable für Gesamtzahl der Fälle

Treated_Total

   Variable für Anzahl der positiven Fälle

Treated_positive

2. Kontrollgruppen

   Variable für Gesamtzahl der Fälle

Controls_total

   Variable für Anzahl der positiven Fälle

Controls_positive

Studie

Intervention

Kontrollen

Risikodifferenz

95 % CI

z

P

Gewicht (%)

Fest

Zufällig

Study 1

95/103

47/104

0.470

0.362 bis 0.579

 

 

10.30

14.20

Study 2

119/127

34/129

0.673

0.586 bis 0.760

 

 

16.10

14.63

Study 3

51/223

12/76

0.0708

-0.0280 bis 0.170

 

 

12.48

14.41

Study 4

122/139

61/142

0.448

0.350 bis 0.546

 

 

12.69

14.42

Study 5

47/53

10/51

0.691

0.552 bis 0.829

 

 

6.36

13.52

Study 6

121/135

29/68

0.470

0.342 bis 0.598

 

 

7.40

13.76

Study 7

337/378

170/376

0.439

0.380 bis 0.499

 

 

34.67

15.06

Summe (feste Effekte)

892/1158

363/946

0.448

0.413 bis 0.483

24.930

<0.001

100.00

100.00

Summe (zufällige Effekte)

892/1158

363/946

0.464

0.321 bis 0.608

6.333

<0.001

100.00

100.00

Test auf Heterogenität

Q

93.9897

DF

6

Signifikanzniveau

P < 0.0001

I2 (Inkonsistenz)

93.62%

95 % CI für I2

89.27 bis 96.20

Publikationsbias

Egger-Test

Achsenabschnitt

1.3103

95 % CI

-13.9993 bis 16.6199

Signifikanzniveau

P = 0.8346

Beggs Test

Kendalls Tau

0.2381

Signifikanzniveau

P = 0.4527

Das Programm listet die Ergebnisse der einzelnen Studien auf: Anzahl der positiven Fälle, Gesamtzahl der Fälle sowie die Risikodifferenz mit 95 %-KI.

Die gepoolte Risikodifferenz mit 95 %-KI wird sowohl für das Modell mit festen Effekten als auch für das Modell mit zufälligen Effekten angegeben. Liegt der Wert 0 nicht innerhalb des 95 %-KI, ist die Risikodifferenz auf dem 5 %-Niveau statistisch signifikant (P<0,05).

Das Modell mit zufälligen Effekten liefert tendenziell eine konservativere Schätzung (d. h. mit breiterem Konfidenzintervall), aber die Ergebnisse der beiden Modelle stimmen meist überein, wenn keine Heterogenität vorliegt. Siehe Metaanalyse: Einleitung zur Interpretation der Heterogenitätsstatistiken Cochrans Q und I2. Liegt Heterogenität vor, sollte das Modell mit zufälligen Effekten das bevorzugte Modell sein.

Siehe Metaanalyse: Einleitung zur Interpretation der verschiedenen Publikationsbias-Tests.

Walddiagramm (Forest-Plot)

Die Ergebnisse der verschiedenen Studien mit 95 %-KI sowie die gesamte Risikodifferenz mit 95 %-KI werden in einem Walddiagramm (Forest-Plot) dargestellt:

Metaanalyse: Risikodifferenz – Forest-Plot

Fachliteratur

  • Borenstein M, Hedges LV, Higgins JPT, Rothstein HR (2009) Introduction to meta-analysis. Chichester, UK: Wiley.
  • DerSimonian R, Laird N (1986) Meta-analysis in clinical trials. Controlled Clinical Trials 7:177-188. PubMed
  • Higgins JP, Thompson SG, Deeks JJ, Altman DG (2003) Measuring inconsistency in meta-analyses. BMJ 327:557-560. PubMed
  • Mantel N, Haenszel W (1959) Statistical aspects of the analysis of data from the retrospective analysis of disease. Journal of the National Cancer Institute 22: 719-748. PubMed
  • Petrie A, Bulman JS, Osborn JF (2003) Further statistics in dentistry. Part 8: systematic reviews and meta-analyses. British Dental Journal 194:73-78. PubMed

Siehe auch